Pyrolyseöl
| Parameter | Methode |
|---|---|
| Gesättigte Kohlenwasserstoffe, Olefine, Styrole und Aromaten 1 | ASTM D8519 |
| Aschegehalt | ASTM D482 |
| Gehalt an biobasierten Kohlenwasserstoffen | ASTM D6866 |
| Bromindex | DIN 51774-1 |
| Gehalt an Carbonylen | ASTM E3146 |
| Kupferkorrosion, (2h bei 100 °C) | ASTM D130 |
| Dichte bei 15 °C 2 | ASTM D4052 |
| Dienzahl | UOP 326 |
| Destillationsverlauf (HT) 2 | ASTM D7169 |
| Elementaranalyse Kohlenstoff & Wasserstoff | ASTM D5291 |
| Elementaranalyse Sauerstoff | ASTM D5622 |
| Flammpunkt | ASTM D93 |
| GC×GC-FID 3 | ASG 2502 |
| GC×GC-TOF MS 3 | ASG 2253 |
| Halogengehalt (Cl, Br, F, I) | DIN EN 15408 / DIN 51727 |
| Halogengehalt als Cl, organisch | DIN EN 14077 |
| Brenn-/Heizwert | ASTM D4809 |
| Kin. Viskosität 2 | ASTM D7042 |
| Element-Screening 2 (Al, Ba, B, Ca, Cr, Cu, Fe, Pb, Mg, Mn, Mo, Ni, P, K, Na, Si, Ag, S, Sn, Ti, V, Z) | ASTM D5185 |
| Element-Screening nach dem Mikrowellenaufschluss (Al, Ag, As, B, Ba, Be, Bi, Ca, Cd, Co, Cr, Cu, Fe, K, Li, Mg, Mn, Mo, Na, Ni, Pb, Sb, Se, Sr, Ti, Tl, V, Zn,S, Si, P ) | DIN EN ISO 11885 & ASG 2022 |
| Quecksilber (Hg) 2 | ASTM D7623 |
| Stickstoffgehalt 2 | ASTM D5762 |
| Pour point | ASTM D97 |
| Mercaptanschwefel | ASTM D3227 |
| Schwefelgehalt | ASTM D2622 |
| Säurezahl (TAN) | ASTM D664 |
| Dampfdruck 2 | ASTM D6378 |
| Wassergehalt | ASTM D6304 |
- Für Proben mit einem Siedeende <545 °C (ASTM D7169 als Vortest)
- nur anwendbar auf Kunststoffpyrolyseöl
- Probeneigenschaften: flüssig, partikelfrei, homogen oder leicht filtrierbar
Häufig gestellte Fragen zur Analyse von Pyrolyseöl
Wie unterscheidet sich Pyrolyseöl von fossilen Rohölen und welche Arten an Pyrolyseölen gibt es?
Pyrolyseöle bestehen häufig aus komplexen Komponentengemischen, die auch sauerstoffhaltig (Carbonsäuren, Phenole, Aldehyde etc.) sein können, während fossile Rohöle primär aus Kohlenwasserstoffen bestehen. Neben dem Vorkommen von sauerstoffhaltigen Verbindungen, können die Rohpyrolyseöle auch noch wässrige Komponenten/Phasen enthalten. Pyrolyseöle haben vielfältige Ausgangsmaterialien. Je nach Prozess können beispielsweise folgende Ausgangsstoffe eingesetzt werden:
- Kunststoffe / Kunststoffabfälle wie bspw. Altreifen oder Kunststoffverpackungen
- Biomasse wie bspw. Abfälle aus der Holzverarbeitung
Je nach eingesetztem Rohstoff ergeben sich unterschiedliche Herausforderungen in der Analytik. Daher bitten wir Sie vor Versand solcher Proben, mit unseren Experten Rücksprache zu halten. So können wir in gemeinsamer Absprache Analytik passend zu Ihrer Probe auswählen.
Kann ASG neben der Analytik mit weiteren Dienstleistungen im Bereich Pyrolyseöl unterstützen?
Ja, ASG hat neben der Analytik auch die Möglichkeit, Pyrolyseöle oder andere regenerative Ströme durch Destillation zu fraktionieren. Dabei stehen neben der klassischen Rektifikation auch kontinuierlich betriebene sowie im Batchverfahren betriebene Anlagen zur Verfügung. Die Anlagen können für eine temperaturschonende Destillation auch im Vakuum betrieben werden. Neben den thermischen Verfahren bietet ASG auch Synthesen und Reaktionen an, beispielsweise aus Rohmaterialien gewonnene Einzelsubstanzen. Auch im Bereich Zentrifugation, Filtration oder Adsorption können wir Ihnen weiterhelfen. Für die fundierte experimentelle Begleitung neuer Prozessschritte unterstützt Sie die ASG im hauseigenen Technikum zur Verfahrensentwicklung.
Kann ASG auch Kunststoff-Prozessölabfälle nach ASTM D8519 analysieren?
Ja, die Norm ASTM D8519 setzt GC-VUV zur Quantifizierung von Gesättigten Kohlenwasserstoffen, Olefinen, Styrolen, Aromaten in Kunstoffpyrolyseöl ein und ist bei ASG verfügbar. Vertiefende fachliche Informationen zur normgerechten Umsetzung liefert unser detaillierter Beitrag zur neuen ASTM D8519 im Bereich Aktuelles.
Warum ist die Hochtemperatur-Destillation (ASTM D7169) als Vorprüfung für die ASTM D8519 methodisch sinnvoll?
Die Methodik der ASTM D8519 ist nur auf spezielle Kunststoffpyrolyseöl-Fraktionen anwendbar, die zusätzlich einen Siedeendpunkt kleiner 545 °C aufweisen. Die simulierte Hochtemperatur-Destillation (HT-SimDist) nach ASTM D7169 ermittelt daher im Vorfeld die Siedepunktverteilung der Matrix. Überschreitet der festgestellte Schwersiederanteil die definierte Toleranzgrenze, muss die Probe physikalisch fraktioniert werden. Um solche Proben zumindest teilweise analysieren zu können, unterstützt Sie die ASG gerne durch eine reale Destillation im Technikum.

Dr. Karolina Kazmierczak
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