Biodiesel (FAME)
DIN EN 14214
| Prüfparameter | Methode |
|---|---|
| Fettsäure-Methylester-Gehalt | DIN EN 14103 |
| Dichte bei 15 °C | DIN EN ISO 12185 |
| Kin. Viskosität bei 40 °C | DIN EN ISO 3104 |
| Flammpunkt | DIN EN ISO 2719 DIN EN ISO 3679 |
| Cetanzahl (ICZ) | DIN EN 17155 |
| Korrosionswirkung auf Kupfer (3 h bei 50 °C) | DIN EN ISO 2160 |
| Oxidationsstabilität bei 110 °C | DIN EN 14112 DIN EN 15751 |
| Säurezahl | DIN EN 14104 |
| Iodzahl | DIN EN 16300 |
| Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäure-Methylestern mit ≥ 4 Doppelbindungen | DIN EN 15779 |
| Methanol-Gehalt | DIN EN 14110 |
| Glycerin & Glyceride, Gesamtglycerin | DIN EN 14105 |
| Wassergehalt | DIN EN ISO 12937 |
| Gesamtverschmutzung | DIN EN 12662 |
| Aschegehalt (Sulfatasche) | DIN ISO 3987 |
| Schwefel-Gehalt | DIN EN ISO 20884 DIN EN ISO 20846 |
| Gehalt an Alkali-Metallen (Na+K) | DIN EN 14538 |
| Gehalt an Erdalkali-Metallen (Ca+Mg) | DIN EN 14538 |
| Phosphorgehalt | DIN EN 14107 |
| CFPP | DIN EN 116 |
| Cloudpoint | DIN EN 23015 |
Häufige Fragen zur Analyse von Biodiesel
Wir analysieren unseren Biodiesel selbst, bräuchten aber Referenzmaterialien für die Qualitätssicherung. Was bietet ASG diesbezüglich an?
ASG vertreibt sowohl eigene Produkte als auch die von AGQM bereitgestellten QC-Materialien (s. https://asg-analytik.de/produkte/qc-materialien-standards/)
Ein Lieferant bietet uns einen attraktiven Rohstoff zur Biodieselherstellung an, kann ASG uns helfen dessen Eignung zu prüfen?
Ja, wir können sowohl die Kennzahlen des Rohstoffs ermitteln als auch Um- bzw. Veresterungen durchführen und somit auch das potentielle Endprodukt analysieren.
In unserer Anlage wird nach der Um- und Veresterung auch destilliert, kann dieser Schritt bei ASG auch nachgestellt werden?
Unser Technikum verfügt über eine breites Anlagenportfolio. Dort kann auf Basis Ihrer Prozessparameter auch ein entsprechender Destillationsschritt erfolgen und dessen Erfolg sofort im Analytiklabor nachgewiesen werden.
Auf der Website finden sich 2 Biodiesel-Spezifikationen, (DIN) EN 14214 und ASTM D6751 - gibt es da Unterschiede?
Ja, diese Spezifikationen sind für unterschiedliche Märkte konzipiert worden, einerseits für Europa mit der EN 14214 und anderseits die in den USA und Asien verbreitete ASTM D6751. Die beiden Normen unterscheiden sich sowohl in den Prüfparametern und Testmethoden als auch in Grenzwerten und sind daher nicht 1:1 vergleichbar.
Ich brauche Analysen meiner Roh- und Hilfsstoffe sowie der Zwischen- und Nebenprodukte, kann mir ASG auch in diesen Bereichen weiterhelfen?
Unser Leistungsspektrum umfasst alle Bereiche der Biodieselherstellung, also auch die Untersuchung von Produkten wie pflanzliche Öle und Fette, Fettsäuren, Roh- oder Pharma-Glycerin, Methanol, Katalysator (NaOH, Na-Methylat, Toluolsulfonsäure) siehe z.B. https://asg-analytik.de/analytik/rohglycerin/
Wir möchten in unserem Tanklager ein neues Additivpaket einsetzen. Wie kann dessen Wirksamkeit speziell bei unserem Produkt nachgewiesen werden?
Bei der ASG können wir sowohl mit kundenseitig bereitgestellten Additiven als auch mit Produkten aus unserem großen eigenen Fundus Mischungen in verschiedenen Konzentrationen herstellen und diese z.B. auf CFPP oder Oxidationsstabilität prüfen.
Ich suche ein geeignetes Produkt um unseren finalen B100 sowohl hinsichtlich Stabilität als auch Kältefestigkeit zu additivieren – worauf muss ich achten?
Im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel AGQM führt ASG seit vielen Jahren die „No-Harm“-Tests für Additive durch (s. https://www.agqm-biodiesel.de/downloads/no-harm). Alle dort genannten Produkte haben definierte Prüfkriterien bestanden und gelten somit als empfehlenswert.
Unser Biodiesel entspricht in allen Punkten der DIN EN 14214 (ASTM D6751), dennoch berichten unsere Kunden von Problemen. Kann ASG uns auch in solchen Fällen weiterhelfen?
Durch unsere über 30-jährige Erfahrung auf diesem Gebiet konnten wir schon vielen Kunden mit komplexen Aufgabenstellungen nützliche Antworten liefern. Dafür untersuchen wir nicht nur Biodiesel-Muster sondern z.B. auch Tanksedimente oder Zapfsäulenfilter.
Ein potentieller Käufer möchte Kennzahlen unseres Produktes die über den Umfang der EN 14214 (ASTM D6751) hinausgehen. Ist das üblich und was muss ich nun tun?
Kann man feststellen aus welchem Rohstoff ein Biodiesel hergestellt wurde?
Sowohl von B100 als auch von Blends wie B7 lässt sich das Fettsäureprofil des enthaltenen Biodiesel ermitteln. Bei reinen Pflanzenölen wie Raps-, Soja- oder Palmöl kann man dieses recht eindeutig zuordnen, auch tierische Anteile sind gut nachweisbar. Bei Mischungen und bei Biodiesel aus gebrauchten Speisefetten („UCOME“) relativiert sich die Aussagekraft entsprechend.
Sind Biodiesel und HVO dasselbe?
Nein, Biodiesel (Fettsäuremethlyester, FAME) wird durch einen Um- oder Veresterungsprozess aus biogenen Ölen, Fetten oder Fettsäuren hergestellt. HVO entsteht durch die Hydrierung von Pflanzenölen, die dabei gewonnenen Kohlenwasserstoffe gleichen in ihren Eigenschaften stark denen eines fossilen Dieselkraftstoffs.
Mit der Analyse mittels GCxGC (ASG 2253 bzw. ASG 2502) stehen weitere Methoden zur Verfügung. Zusätzliche Informationen finden Sie im Bereich Spezialanalytik oder auf Anfrage.
DIN EN 14214
Hier können Sie Ihren Analyseauftrag herunterladen. Bitte senden Sie uns diesen ausgefüllt zusammen mit Ihrer Produktprobe zu. Bitte bachten Sie unsere Hinweise zum Versand der Proben.
Dr. Karolina Kazmierczak
Sie benötigen besondere Analysemethoden für andere Stoffe oder Stoffgemische? Dann werden Sie bei unserer Sonderanalytik fündig.